Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Hey Coach Production GmbH — Digitale Online-Kurse
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über digitale Inhalte (Online-Kurse), die zwischen der Hey Coach Production GmbH, Kandelstr. 5, 79199 Kirchzarten, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRB 732729 (nachfolgend „Anbieter“), und Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB (nachfolgend „Kunde“) geschlossen werden. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
Gegenstand des Vertrages ist der entgeltliche Erwerb digitaler Online-Kurse (Videokurse) aus den Bereichen Kampfsport, Fitness und Gesundheit. Die Kurse sind Selbstlernangebote: Sie bestehen aus vorproduzierten Videolektionen und begleitenden Materialien, die der Kunde zeitlich und örtlich frei abrufen kann. Eine persönliche Anwesenheit, Aufsicht, Korrektur oder individuelle Trainingsberatung durch einen Trainer ist nicht Gegenstand des Vertrages.
Der genaue Umfang der jeweiligen Kursinhalte ergibt sich aus der Kursbeschreibung auf der Bestellseite zum Zeitpunkt der Bestellung. Die Zugangsdauer beträgt 24 Monate ab Kaufdatum, soweit auf der Bestellseite nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist.
§ 3 Vertragsschluss, Bestellablauf und Eingabefehler
Die Darstellung der Kurse auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, eine Bestellung aufzugeben. Der Kunde gibt seine Bestellung ab, indem er die Kursauswahl trifft, seine Daten eingeben, die Bestellübersicht prüft und die Schaltfläche „zahlungspflichtig bestellen“ betätigt. Vor Absenden der Bestellung kann der Kunde seine Eingaben jederzeit über die üblichen Tastatur- und Mausfunktionen sowie die Korrekturfunktionen des Bestellformulars ändern oder den Bestellvorgang abbrechen.
Der Vertrag kommt mit erfolgreichem Abschluss des Bestellvorgangs und der Zahlung zustande. Der Anbieter bestätigt den Vertragsschluss unverzüglich per E-Mail. Die Bestellbestätigung enthält die Vertragsbedingungen einschließlich dieser AGB und der Widerrufsbelehrung auf einem dauerhaften Datenträger.
Vertragssprache ist Deutsch. Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert und dem Kunden mit der Bestellbestätigung übersandt.
§ 4 Registrierung, Mindestalter, Zugangsdaten
Für die Nutzung der Kurse ist ein Nutzerkonto erforderlich. Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und diese aktuell zu halten.
Der Vertrag wird mit einer volljährigen Person geschlossen; für Minderjährige erfolgt der Kauf durch die Erziehungsberechtigten. Minderjährige dürfen die Kursinhalte ab Vollendung des 14. Lebensjahres mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten nutzen. Die Erziehungsberechtigten sind dafür verantwortlich, dass das Training altersgerecht erfolgt, die Hinweise nach § 10 eingehalten werden und, soweit nach Alter und Übung erforderlich, eine Beaufsichtigung stattfindet.
Die Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und dürfen Dritten nicht zugänglich gemacht werden. Der Kunde informiert den Anbieter unverzüglich, wenn Anhaltspunkte für eine missbräuchliche Nutzung seines Kontos bestehen.
§ 5 Preise, Zahlung und Rechnung
Alle angegebenen Preise sind Bruttopreise in Euro und verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer von 19 %. Die Zahlung ist mit Abschluss der Bestellung sofort fällig. Es stehen Kredit- und Debitkarte (u. a. Visa, Mastercard), PayPal, Apple Pay, Google Pay, Klarna, SEPA-Lastschrift sowie Link zur Verfügung; maßgeblich sind die auf der Bestellseite tatsächlich angebotenen Zahlungsarten. Der Kunde erhält nach Zahlungseingang eine Rechnung im Sinne des § 14 UStG in elektronischer Form.
§ 6 Zugang, Nutzungsrechte und Weitergabeverbot
Nach erfolgreicher Zahlung erhält der Kunde unmittelbaren Zugang zu den erworbenen Kursinhalten für die vereinbarte Zugangsdauer. Der Anbieter räumt dem Kunden ein einfaches, nicht übertragbares, auf die Zugangsdauer befristetes Recht ein, die Inhalte zu privaten, nicht gewerblichen Zwecken abzurufen.
Nicht gestattet sind insbesondere: die Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte, die gemeinsame Nutzung eines Kontos durch mehrere Personen, das Herunterladen, Aufzeichnen, Vervielfältigen oder öffentliche Zugänglichmachen der Inhalte sowie die Nutzung der Inhalte für eigene Trainings-, Unterrichts- oder Schulungsangebote. Bei einem schwerwiegenden oder wiederholten Verstoß ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach vorheriger Abmahnung zu sperren; weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.
§ 7 Technische Voraussetzungen und Verfügbarkeit
Für die Nutzung der Kurse benötigt der Kunde ein internetfähiges Endgerät, eine stabile Internetverbindung sowie einen aktuellen Webbrowser. Die Bereitstellung dieser Voraussetzungen liegt im Verantwortungsbereich des Kunden.
Der Anbieter ist um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Plattform bemüht. Kurzzeitige Unterbrechungen für Wartungs- und Aktualisierungsarbeiten sowie Störungen, die auf Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters beruhen (insbesondere höhere Gewalt oder Störungen bei Dritten), stellen keinen Mangel dar. Der Anbieter kündigt planbare Wartungsarbeiten nach Möglichkeit vorab an.
§ 8 Aktualisierungen (§ 327f BGB)
Der Anbieter stellt dem Kunden während der Zugangsdauer diejenigen Aktualisierungen bereit, die erforderlich sind, um die Vertragsmäßigkeit der Kursinhalte zu erhalten, einschließlich erforderlicher Sicherheitsaktualisierungen, und informiert den Kunden hierüber. Eine Pflicht zur inhaltlichen Erweiterung der Kurse oder zur Bereitstellung neuer Lektionen besteht darüber hinaus nicht.
§ 9 Community
Der Anbieter kann Kunden zusätzlich Zugang zu einem Community-Bereich einräumen. Der Community-Bereich dient ausschließlich dem Austausch der Teilnehmer untereinander. Eine individuelle Trainings-, Technik- oder Gesundheitsberatung durch den Anbieter oder durch Trainer findet dort nicht statt und ist nicht Gegenstand des Vertrages. Eine Überprüfung oder Bewertung des individuellen Lernfortschritts erfolgt nicht.
Der Kunde stellt keine Inhalte ein, die Rechte Dritter verletzen, gegen geltendes Recht verstoßen oder beleidigend, diskriminierend oder werblich sind. Für eingestellte Inhalte ist der jeweilige Nutzer verantwortlich; er stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Rechtsverletzung durch seine Inhalte beruhen. Der Anbieter ist berechtigt, rechtswidrige oder regelwidrige Beiträge zu entfernen und den Zugang zum Community-Bereich bei wiederholten Verstößen zu sperren.
Ein Anspruch auf Bereitstellung oder dauerhaften Fortbestand des Community-Bereichs besteht nicht; der Anbieter kann ihn mit angemessener Ankündigung einstellen.
§ 10 Gesundheit, Eigenverantwortung und Haftung
10.1 Keine medizinische Beratung
Die Kursinhalte dienen der sportlichen Ausbildung, dem Techniktraining und der allgemeinen Fitness. Sie stellen keine medizinische, physiotherapeutische oder sonstige heilkundliche Beratung dar und ersetzen weder eine ärztliche Untersuchung noch eine Diagnose, Behandlung oder Therapie. Der Anbieter gibt keine Heilversprechen ab. Bei gesundheitlichen Beschwerden ist ärztlicher Rat einzuholen. Ärztlich verordnete Maßnahmen dürfen nicht aufgrund der Kursinhalte abgesetzt oder verändert werden.
10.2 Gesundheitliche Voraussetzungen
Der Kunde nimmt an den Kursen nur teil, wenn er körperlich gesund und sportlich belastbar ist. In den folgenden Fällen ist die Teilnahme vor Kursbeginn ärztlich abzuklären:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Erkrankungen der Atemwege,
- Erkrankungen oder Verletzungen des Bewegungsapparates (Gelenke, Wirbelsäule, Muskulatur, Sehnen und Bänder),
- neurologische Erkrankungen, Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen,
- akute Infekte, Fieber sowie Zustände nach Operationen oder Verletzungen,
- Einnahme von Medikamenten, die die körperliche Belastbarkeit oder die Reaktionsfähigkeit beeinflussen,
- Schwangerschaft sowie die Zeit nach der Geburt,
- Wiedereinstieg in das Training nach längerer sportlicher Inaktivität.
Der Kunde ist für die zutreffende Einschätzung seines Gesundheitszustandes selbst verantwortlich. Der Anbieter nimmt keine gesundheitliche Eignungsprüfung vor.
10.3 Eigenverantwortliches Training ohne Aufsicht
Die Kurse sind Selbstlernangebote. Das Training findet ohne persönliche Anwesenheit, ohne Aufsicht und ohne unmittelbare Korrektur durch einen Trainer statt. Der Kunde trainiert eigenverantwortlich, entscheidet selbst über Auswahl, Reihenfolge, Umfang und Intensität der Übungen und passt diese seinem persönlichen Leistungsstand an. Er ist dabei insbesondere gehalten,
- jede Übung vor der ersten Ausführung vollständig anzusehen und die Technik- und Sicherheitshinweise zu beachten,
- sich vor jeder Trainingseinheit ausreichend aufzuwärmen,
- für eine ausreichend große, ebene, rutschfeste und hindernisfreie Trainingsfläche zu sorgen,
- ausschließlich geeignete, unbeschädigte und ordnungsgemäß befestigte Sportgeräte und Schutzausrüstung zu verwenden (z. B. Boxhandschuhe, Bandagen, Schienbeinschoner, Sandsackaufhängung),
- auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und auf Erholungsphasen zwischen den Einheiten zu achten,
- das Training bei Schmerzen, Schwindel, Übelkeit, Atemnot, Herzbeschwerden oder sonstigen Warnzeichen sofort abzubrechen und ärztlichen Rat einzuholen.
10.4 Besondere Hinweise zum Kampfsporttraining
Kampfsport ist eine körperlich fordernde Sportart. Auch bei technisch korrekter Ausführung lassen sich Verletzungen nicht vollständig ausschließen. Übungen mit einem Trainingspartner setzen dessen ausdrückliches Einverständnis voraus und sind ausschließlich kontrolliert und ohne Vollkontakt durchzuführen. Sparring und Wettkampfformen sind nicht Gegenstand der Kurse; sie sollten ausschließlich unter qualifizierter Aufsicht in einem geeigneten Verein oder Studio ausgeübt werden.
Die vermittelten Techniken dürfen ausschließlich im Rahmen des sportlichen Trainings sowie im gesetzlichen Rahmen der Notwehr (§ 32 StGB) eingesetzt werden. Für eine missbräuchliche Anwendung gegenüber Dritten trägt allein der Kunde die Verantwortung.
10.5 Minderjährige
Der Vertrag wird mit einer volljährigen Person geschlossen; für Minderjährige erfolgt der Kauf durch die Erziehungsberechtigten. Minderjährige dürfen die Kursinhalte mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten nutzen. Diese sind dafür verantwortlich, dass das Training altersgerecht erfolgt, die Hinweise nach § 10.1 bis § 10.4 eingehalten werden und — soweit nach Alter und Übung erforderlich — eine Beaufsichtigung stattfindet.
10.6 Haftung des Anbieters
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter — außer in den vorgenannten Fällen — nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Wesentlich sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz, bei arglistig verschwiegenen Mängeln sowie bei der Übernahme einer Garantie bleibt unberührt.
Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch für die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter, Trainer und sonstigen Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
10.7 Gegenstand der Leistung und Verantwortungsbereich des Kunden
Der Anbieter schuldet die Bereitstellung fachlich sorgfältig erstellter Kursinhalte, nicht jedoch einen bestimmten Trainings-, Leistungs- oder Gesundheitserfolg. Eine Haftung des Anbieters besteht nicht für Schäden, die darauf beruhen, dass der Kunde die Hinweise nach § 10.1 bis § 10.5 nicht beachtet, Übungen abweichend von den Anleitungen ausführt, seinen Leistungsstand oder seine gesundheitliche Belastbarkeit unzutreffend einschätzt oder das Training trotz erkennbarer Beschwerden fortsetzt. Die gesetzliche Haftung nach § 10.6 bleibt hiervon unberührt.
§ 11 Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Vorschriften über Verbraucherverträge über digitale Produkte (§§ 327 ff. BGB). Weist ein Kurs einen Mangel auf, hat der Kunde die gesetzlichen Rechte auf Nacherfüllung, Minderung oder — bei erheblichen Mängeln — Beendigung des Vertrages.
§ 12 Widerrufsrecht
Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung, die Bestandteil dieser AGB ist und dem Kunden zusätzlich mit der Bestellbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger übermittelt wird.
Das Widerrufsrecht erlischt bei Verträgen über nicht auf einem körperlichen Datenträger befindliche digitale Inhalte vorzeitig, wenn der Anbieter mit der Ausführung des Vertrages begonnen hat, nachdem der Kunde ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch diese Zustimmung mit Beginn der Ausführung sein Widerrufsrecht verliert. Der Anbieter bestätigt diese Zustimmung in der Bestellbestätigung.
§ 13 Urheberrecht
Sämtliche Kursinhalte (Videos, Texte, Grafiken, Audiodateien) sind urheberrechtlich geschützt und verbleiben im Eigentum des Anbieters bzw. der jeweiligen Rechteinhaber. Jede Form der Vervielfältigung, Verbreitung, öffentlichen Zugänglichmachung oder sonstigen Verwertung — auch auszugsweise — bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters. Verstöße können zivil- und strafrechtlich verfolgt werden.
§ 14 Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für bestehende Vertragsverhältnisse ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte gesetzliche Anforderungen, an eine geänderte Rechtsprechung oder an technische Weiterentwicklungen erforderlich ist und der Kunde hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Der Anbieter teilt die Änderung mindestens vier Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gilt die Änderung als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Im Falle eines Widerspruchs bleibt es für den Kunden bei den bisherigen Bedingungen.
§ 15 Datenschutz, Streitbeilegung und Schlussbestimmungen
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung des Anbieters.
Der Anbieter ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder bereit noch verpflichtet (§ 36 VSBG).
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Kunde seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand Freiburg im Breisgau.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: September 2026