Kickboxen zum Abnehmen: Wie viele Kalorien verbrennst du wirklich?

500-900 kcal pro Stunde plus Nachbrenneffekt, dazu der ehrliche Einsteiger-Plan aus dem ExitAsia Gym Freiburg. Wie du als Anfänger startest.

Kickboxen zum Abnehmen: Wie viele Kalorien verbrennst du wirklich?

Kickboxen verbrennt je nach Intensität und Körpergewicht etwa 500 bis 900 Kalorien pro Stunde. Dazu kommt ein Nachbrenneffekt (EPOC), der deinen Stoffwechsel über mehrere Stunden nach dem Training leicht erhöht hält. Damit liegt Kickboxen beim Kalorienverbrauch ungefähr auf einem Niveau mit Joggen, beansprucht aber den ganzen Körper: Beine, Rumpf, Schultern und Koordination. Der wichtigste Faktor zum Abnehmen ist allerdings nicht die einzelne Stunde, sondern dass du dranbleibst. Und genau dafür ist ein abwechslungsreiches Training wie Kickboxen gut geeignet.

In diesem Guide zeigen wir dir aus 20 Jahren Trainingshalle, mit welchen Zahlen du realistisch rechnen kannst, wie Kickboxen im Vergleich zum Joggen abschneidet und, am wichtigsten, wie du als kompletter Anfänger sauber startest, ohne dich zu überfordern. Wir bleiben dabei ehrlich: Kickboxen ist ein hervorragendes Werkzeug, aber kein Wundermittel.

Wie viele Kalorien verbrennt Kickboxen pro Stunde?

Realistisch verbrennst du beim Kickboxen rund 500 bis 900 Kalorien pro Stunde. Die genaue Zahl hängt vor allem von zwei Dingen ab: deinem Körpergewicht und der Intensität, mit der du trainierst. Je schwerer du bist und je härter du arbeitest, desto höher liegt der Verbrauch.

Ein paar Orientierungswerte aus gängigen Berechnungen:

Warum ist die Spanne so breit? Kickboxen ist kein gleichmäßiges Dauer-Cardio. Du wechselst zwischen schnellen Schlag- und Tritt-Kombinationen, Beinarbeit und kurzen Pausen, also einem Intervall-Muster, das stark an HIIT erinnert. Wer am Sandsack oder an den Pratzen wirklich Gas gibt, landet am oberen Ende der Spanne. Wer als Anfänger noch Technik lernt und sich Pausen nimmt, eher in der Mitte.

Beides ist völlig in Ordnung. Die Technik kommt zuerst, das Tempo später. Wer mit sauberem Stand und richtiger Schlagausführung beginnt, kann das Tempo nach ein paar Wochen ganz von allein steigern, und damit steigt auch der Kalorienverbrauch. Du musst also nicht von Tag eins an am Limit trainieren, um Fortschritte zu machen.

Ist Kickboxen besser als Joggen zum Abnehmen?

Beim reinen Kalorienverbrauch pro Stunde liegen Kickboxen und Joggen ungefähr gleichauf. Eine 70 kg schwere Person verbrennt beim moderaten Joggen (etwa 10 km/h) rund 620 kcal pro Stunde, beim Kickboxen je nach Intensität 550 bis 900 kcal. Der eine Sport ist also nicht automatisch der bessere Fatburner.

Worin sich die beiden unterscheiden, ist die Art der Belastung:

Die wichtigste Frage ist nicht, welcher Sport mehr Kalorien verbrennt, sondern bei welchem Sport du langfristig dabei bleibst. Genau hier punktet Kickboxen: Es macht vielen mehr Spaß als Laufrunden, und Spaß ist der am meisten unterschätzte Faktor beim Abnehmen.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Gelenkbelastung. Joggen bedeutet viele tausend gleichförmige Stöße auf Knie und Sprunggelenke. Kickboxen ist abwechslungsreicher in der Bewegung, stellt aber andere Anforderungen an Hüfte, Rumpf und Schultern. Welcher Sport für dich angenehmer ist, hängt von deinem Körper und deinen Vorlieben ab. Wenn du Knieprobleme hast oder unsicher bist, sprich das vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.

Unser ehrlicher Tipp aus der Halle: Du musst dich nicht entscheiden. Eine Laufrunde unter der Woche und zwei Kickbox-Einheiten ergänzen sich gut. Wichtig ist nur, dass du etwas findest, das du nicht nach drei Wochen wieder hinwirfst.

Was ist der Nachbrenneffekt beim Kickboxen?

Der Nachbrenneffekt, fachlich EPOC (Excess Post-Exercise Oxygen Consumption), beschreibt, dass dein Körper nach einem intensiven Training noch eine Weile mehr Energie verbraucht als in Ruhe. Nach dem Schwitzen muss der Körper wieder ins Gleichgewicht kommen: Sauerstoffspeicher auffüllen, Stoffwechsel herunterregeln, Muskeln reparieren. Das kostet zusätzliche Kalorien.

Konkret kannst du dir das so vorstellen:

Wichtig zur Einordnung: Der Nachbrenneffekt ist ein netter Bonus, kein Wundermittel. Die zusätzlichen Kalorien sind überschaubar und ersetzen keine vernünftige Ernährung. Wer dir erzählt, du könntest im Schlaf abnehmen, verkauft dir etwas. Was wirklich zählt: regelmäßige Bewegung, mit der du dranbleibst, plus eine Ernährung, in der du über die Woche mehr verbrauchst, als du isst. EPOC hilft dabei, mehr aber auch nicht. Sieh den Nachbrenneffekt also als kleinen zusätzlichen Vorteil intensiverer Einheiten, nicht als Grund, sich danach mehr zu gönnen.

Wie fange ich als Anfänger mit Kickboxen an?

Als Anfänger startest du mit den Grundlagen: Stand, Deckung, die erste gerade Schlagkombination und kurzen Einheiten, die du sicher durchhältst. Du brauchst keine Vorerfahrung, keine Top-Kondition und auch keinen Sparringspartner. Du brauchst nur den ersten Schritt und einen Plan, der dich nicht überfordert.

So sieht ein sauberer Einstieg aus:

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Was du an Ausrüstung wirklich brauchst, ist überschaubar: bequeme Sportkleidung, etwas Platz und Wasser. Handschuhe und einen Sandsack kannst du dir später zulegen, wenn du gemerkt hast, dass dir das Training Spaß macht. So hältst du die Einstiegshürde niedrig und gibst dir die Chance, eine echte Routine aufzubauen, bevor du in Equipment investierst.

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Wie oft pro Woche sollte ich Kickboxen, um abzunehmen?

Für Anfänger sind zwei bis drei Kickbox-Einheiten pro Woche ein guter, nachhaltiger Rhythmus. Das gibt deinem Körper genug Reiz, um Kondition und Technik aufzubauen, lässt aber gleichzeitig Zeit zur Erholung. Und Erholung ist kein Luxus, sondern Teil des Trainings.

Ein realistischer Wochenplan für den Start:

Der häufigste Anfängerfehler ist nicht zu wenig, sondern zu viel auf einmal. Wer in der ersten Woche jeden Tag voll durchzieht, ist in Woche zwei oft schon ausgebrannt. Weniger, aber regelmäßig, schlägt viel und kurz fast immer.

Und nochmal ganz klar, weil es ehrlich sein muss: Abnehmen passiert über die Gesamtbilanz, nicht über eine einzelne Trainingsart. Kickboxen ist ein hervorragendes Werkzeug, weil es viele Kalorien verbrennt, Spaß macht und dich bei der Stange hält. Aber es macht dich nicht von allein schlank. Das passiert, indem du über Wochen und Monate dranbleibst und dazu vernünftig isst. Regelmäßige Bewegung kann dir außerdem helfen, dich fitter und ausgeglichener zu fühlen. Den Rest erledigst du mit Geduld.

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Wie kombiniere ich Kickboxen mit Ernährung beim Abnehmen?

Ob du abnimmst, entscheidet am Ende deine Energiebilanz: Du musst über die Woche mehr Kalorien verbrauchen, als du zu dir nimmst. Kickboxen erhöht den Verbrauch, aber die Ernährung bestimmt, wie viel oben in die Rechnung hineinkommt. Beide Seiten gehören zusammen, und keine Trainingsart kann eine dauerhaft zu üppige Ernährung ausgleichen.

Ein paar bodenständige Grundsätze, ohne Diät-Hype:

Ein verbreiteter Denkfehler ist, ein hartes Training direkt mit einer großen Belohnung auszugleichen. Wenn du nach 20 Minuten Kickboxen, in denen du vielleicht 200 kcal verbrannt hast, ein Stück Kuchen mit 400 kcal isst, kippt die Rechnung schnell. Das heißt nicht, dass du dir nichts gönnen darfst. Es heißt nur, dass das Training die Ernährung unterstützt und nicht umgekehrt.

Wichtig zum Schluss: Wir geben hier keine medizinische oder ernährungstherapeutische Beratung. Wenn du Vorerkrankungen hast oder unsicher bist, wie du deine Ernährung umstellen solltest, hol dir Rat bei deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft. Für die allermeisten gilt aber: regelmäßig bewegen, vernünftig essen, geduldig bleiben.

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Hey Coach

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Häufige Fragen.

Je nach Intensität und Körpergewicht etwa 250 bis 450 Kalorien in 30 Minuten. Bei moderatem Anfänger-Training liegst du eher am unteren Ende, bei intensiven Kombinationen am oberen.
Pro Stunde liegen beide ungefähr gleichauf: Joggen (10 km/h) ca. 620 kcal, Kickboxen 550 bis 900 kcal je nach Intensität. Kickboxen beansprucht zusätzlich den ganzen Körper und ist für viele abwechslungsreicher, was beim Dranbleiben hilft.
Der EPOC-Effekt kann sich über mehrere Stunden nach dem Training ziehen und je nach Intensität grob 50 bis 150 zusätzliche Kalorien kosten. Er ist ein netter Bonus, aber kein Ersatz für regelmäßiges Training und vernünftige Ernährung.
Ja. Du brauchst keine Vorerfahrung und keine Top-Kondition. Wichtig ist, mit den Grundlagen zu starten, also Stand, Deckung und erste Kombinationen, und mit kurzen Einheiten. Ein angeleiteter Einstieg wie der 7-Tage-FitStart nimmt dir die Unsicherheit ab.
Nein. Für den Start reicht Schattenboxen, also Kombinationen in die Luft. Damit baust du Technik und Kondition zu Hause auf. Equipment wie Sandsack oder Handschuhe kannst du später ergänzen, wenn du dabei bleibst.
Zwei bis drei Einheiten pro Woche zu je 20 bis 30 Minuten sind ein guter, nachhaltiger Rhythmus. Plane Pausentage zur Erholung ein und steigere erst, wenn sich das Training leicht anfühlt.
Nein, das tut keine einzelne Sportart. Kickboxen verbrennt viele Kalorien und macht Spaß, was beim Dranbleiben hilft. Ob du abnimmst, hängt von deiner Gesamtbilanz über Wochen ab: regelmäßige Bewegung plus eine Ernährung, bei der du mehr verbrauchst, als du isst.
Realistisch rund 500 bis 900 Kalorien pro Stunde, abhängig von Körpergewicht und Intensität. Eine Person mit etwa 70 kg verbrennt bei moderatem Training ungefähr 550 kcal pro Stunde.
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